Auszug aus Beipackzettel
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Fachinformation in Form der Zusammenfassung der Merkmale des Tierarzneimittels
(Summary of Product Characteristics)
1.
BEZEICHNUNG DES TIERARZNEIMITTELS
Fenprasel, 50/500 mg, Tabletten zum Eingeben für Hunde und Katzen
2.
QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG
1 Tablette enthält
Wirkstoff:
Praziquantel
50,0 mg
Fenbendazol
500,0 mg
Sonstige Bestandteile:
Eine vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile finden Sie unter Abschnitt 6.1.
3.
DARREICHUNGSFORM
Tabletten zum Eingeben
4.
KLINISCHE ANGABEN
4.1
Zieltierarten
Hund, Katze
4.2
Anwendungsgebiete unter Angabe der Zieltierart(en)
Zur Behandlung von Mischinfektionen mit Rund- und Bandwürmern bei Hund und Katze,
hervorgerufen durch:
Spulwürmer: Toxocara canis, Toxascaris leonina
Hakenwürmer: Uncinaria stenocephala, Ancylostoma caninum
Peitschenwürmer: Trichuris vulpis
Bandwürmer: Echinococcus granulosus, Echinococcus multilocularis, Dipylidium caninum, Taenia
spp., Multiceps multiceps, Mesocestoides spp.
Aufgrund des frühestmöglichen Auftretens einer Bandwurminfektion beim neugeborenen Hund nach
der dritten Lebenswoche ist die Behandlung mit Fenprasel Tabletten nach Diagnose einer
Mischinfektion erst nach der 3. Lebenswoche angezeigt.
4.3
Gegenanzeigen
Nicht anwenden bei trächtigen Hündinnen bis Tag 39.
Nicht anwenden bei trächtigen Katzen.
Nicht anwenden bei Tieren, die der Gewinnung von Lebensmitteln dienen.
4.4
Besondere Warnhinweise für jede Zieltierart
Keine Angaben.
4.5
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung bei Tieren
Resistenz der Parasiten gegen eine spezielle Klasse von Antiparasitika kann durch häufige und
wiederholte Verabreichung von Antiparasitika dieser Klasse entstehen.
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Bei Echinokokkose sind hinsichtlich der Behandlung, der erforderlichen Nachkontrollen und des
Personenschutzes besondere Richtlinien zu beachten. Hierzu sollten spezialisierte Tierärzte oder
Institute für Parasitologie konsultiert werden.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Anwender
Keine Angaben.
4.6
Nebenwirkungen (Häufigkeit und Schwere)
Im Zusammenhang mit der Entwurmung kann es bei behandelten Tieren gelegentlich zu Erbrechen
oder leichtem Durchfall kommen.
Das Auftreten von Nebenwirkungen nach Anwendung von Fenprasel sollte dem Bundesamt für
Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit, Mauerstraße 39 - 42, 10117 Berlin oder dem
pharmazeutischen Unternehmer mitgeteilt werden.
Meldebögen können kostenlos unter o. g. Adresse oder per E-Mail (uaw@bvl.bund.de) angefordert
werden.
Für Tierärzte besteht die Möglichkeit der elektronischen Meldung (Online-Formular unter folgender
Adresse: http://www.vet-uaw.de).
4.7
Anwendung während der Trächtigkeit, Laktation oder der Legeperiode
Nicht anwenden bei trächtigen Hündinnen bis Tag 39. Fenprasel kann für die Behandlung von
Hündinnen während des letzten Drittels der Trächtigkeit angewendet werden. Da aber eine durch das
Fenbendazol-Abbauprodukt Oxfendazol hervorgerufene Fruchtschädigung in seltenen fällen nicht
vollständig ausgeschlossen werden kann, sollte dies nur nach strenger Indikationsstellung erfolgen.
Nicht bei trächtigen Katzen anwenden.
4.8
Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und andere Wechselwirkungen
Keine bekannt
4.9
Dosierung und Art der Anwendung
Tabletten zur oralen Anwendung.
Die Dosis beträgt 5 mg Praziquantel und 50 mg Fenbendazol pro kg Körpergewicht. Eine Tablette
enthält die Dosis für 10 kg KGW. Hieraus resultiert folgendes Dosierungsschema:
1 Tablette bis 10 kg KGW, 2 Tabletten von 10 bis 20 kg KGW, 3 Tabletten von 20 bis 30 kg KGW.
Katzen erhalten entsprechend ihrem Körpergewicht im allgemeinen ½ Tablette pro Katze.
Die Eingabe der Tabletten erfolgt direkt oder eingehüllt in Fleisch bzw. Wurst oder zerkleinert mit dem
Futter. Die gleichzeitige Verabreichung von Milchnahrung ist zu vermeiden. Weitere diätetische
Maßnahmen bzw. Futterentzug sind nicht erforderlich.
Für eine Behandlung ist eine dreimalige Gabe von Fenprasel Tabletten an drei aufeinander folgenden
Tagen erforderlich.
Bei Askaridenbefall kann insbesondere bei Welpen nicht mit einer vollständigen Wurmfreiheit
gerechnet werden, so dass ein Infektionsrisiko bei Personen, die mit Welpen in Kontakt kommen,
weiter bestehen kann. Eine Weiter- oder Wiederholungsbehandlung soll deshalb in vorgeschriebenem
Abstand durchgeführt werden.
4.10 Überdosierung (Symptome, Notfallmaßnahmen, Gegenmittel), falls erforderlich
Bei Überdosierung können Unbehaglichkeitsreaktionen, Erbrechen und Durchfall auftreten. Eine
Überdosierung bis zur dreifachen empfohlenen Dosis wird von Hunden ohne Beeinträchtigung des
Zustandes oder Nebenreaktionen vertragen, Katzen sind empfindlicher und können vereinzelt mit
Unbehaglichkeit, Neigung zu Erbrechen oder Durchfall reagieren. Alle Erscheinungen verschwinden
nach kurzer Zeit ohne Nachwirkungen, ein Eingreifen oder eine spezielle Behandlung der Tiere ist
nicht erforderlich.