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Pipamperon 40 - 1 A Pharma

Gebrauchsinformation

Gebrauchsinformation: Information für den Anwender

       Pipamperon 40 - 1 A Pharma®

Liebe Patientin, lieber Patient!
Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses
Arzneimittels beginnen.
- Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.
- Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
- Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter. Es kann
anderen Menschen schaden, auch wenn diese dieselben Symptome haben wie Sie.
- Wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen
bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind, informieren Sie bitte Ihren Arzt oder
Apotheker.

Die Packungsbeilage beinhaltet:
1. Was ist Pipamperon 40 - 1 A Pharma und wofür wird es angewendet?
2. Was müssen Sie vor der Einnahme von Pipamperon 40 - 1 A Pharma beachten?
3. Wie ist Pipamperon 40 - 1 A Pharma einzunehmen?
4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?
5. Wie ist Pipamperon 40 - 1 A Pharma aufzubewahren?
6. Weitere Informationen

1. Was ist Pipamperon 40 - 1 A Pharma und wofür wird es angewendet?

Pipamperon 40 - 1 A Pharma ist ein Arzneimittel zur Behandlung von Unruhe und Erregungszuständen
(Neuroleptikum) aus der Gruppe der Butyrophenone.

Pipamperon 40 - 1 A Pharma wird angewendet zur Behandlung von Schlafstörungen, insbesondere bei
älteren Patienten, und von bestimmten (psychomotorischen) Erregungszuständen.


2. Was müssen Sie vor der Einnahme von Pipamperon 40 - 1 A Pharma beachten?

Pipamperon 40 - 1 A Pharma darf nicht eingenommen werden
- wenn Sie überempfindlich gegen den Wirkstoff Pipamperon, verwandten Wirkstoffen (Butyrophenonen)
oder einen der sonstigen Bestandteile sind
- bei Zuständen, die mit einer schweren Dämpfung des zentralen Nervensystems einhergehen (z. B.
Koma, akute Alkohol-, Schlafmittel-, Schmerzmittel-, Psychopharmaka-Vergiftungen)
- bei Parkinson-Krankheit oder ähnlichen Erkrankungen
- während Schwangerschaft und Stillzeit.

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Pipamperon 40 - 1 A Pharma ist erforderlich
Bei Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist wegen der möglichen blutdrucksenkenden Wirkung
Vorsicht geboten, ebenso bei depressiven Erkrankungen.

Vorsicht ist außerdem erforderlich bei Patienten mit bestimmten hormonabhängigen Tumorleiden
(prolaktinabhängige Tumoren).

Wie andere Neuroleptika kann auch Pipamperon das sogenannte QT-Intervall im EKG verlängern (siehe
4. "Welche Nebenwirkungen sind möglich?").

Deshalb ist Vorsicht angebracht bei
- erniedrigtem oder erhöhtem Blutdruck, Schwarzwerden vor den Augen (z. B. beim plötzlichen
Aufstehen), verlangsamtem Herzschlag, Kaliummangel

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- bestimmten Herzerkrankungen (angeborenes langes QT-Syndrom oder andere klinisch bedeutsame
Herzschäden, insbesondere Durchblutungsstörungen der Herzkranzgefäße, Erregungsleitungsstörungen,
Herzrhythmusstörungen)
- gleichzeitiger Behandlung mit Arzneimitteln, die ebenfalls das sogenannte QT-Intervall im EKG
verlängern oder einen Kaliummangel hervorrufen können (siehe "Bei Einnahme von Pipamperon 40 - 1 A
Pharma mit anderen Arzneimitteln").

Wie andere Neuroleptika kann Pipamperon die Krampfschwelle senken. Eine bestehende Behandlung
mit Arzneimitteln gegen Epilepsie ist von Ihrem Arzt gegebenenfalls entsprechend anzupassen.

Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren
Pipamperon 40 - 1 A Pharma sollte bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren nur unter besonderer
Berücksichtigung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses vom Arzt verordnet werden.

Ältere Patienten
Ältere Patienten können möglicherweise besonders empfindlich reagieren, insbesondere hinsichtlich
extrapyramidaler Nebenwirkungen. Für diesen Patientenkreis werden eine niedrigere Dosierung und
regelmäßige Blutdruckkontrollen empfohlen (siehe 3. "Wie ist Pipamperon 40 - 1 A Pharma
einzunehmen?" unter "Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis").

„Erhöhte Mortalität bei älteren Menschen mit Demenz-Erkrankungen
Bei älteren Menschen mit Demenz-Erkrankungen, die mit Antipsychotika behandelt wurden,
wurde ein geringer Anstieg in der Anzahl der Todesfälle im Vergleich mit denjenigen, die
keine Antipsychotika einnahmen, berichtet.“

Seien Sie (auch) besonders vorsichtig,
• „wenn Sie ein erhöhtes Schlaganfall-Risiko oder eine vorübergehende Verringerung
der Blutversorgung des Gehirns haben.“
• „wenn Sie oder ein Verwandter schon einmal venöse Thrombosen (Blutgerinnsel)
hatten, denn derartige Arzneimittel werden mit dem Auftreten von Blutgerinnseln in
Verbindung gebracht.“

Bei Einnahme von Pipamperon 40 - 1 A Pharma mit anderen Arzneimitteln
Bei gleichzeitiger Anwendung mit anderen auf das zentrale Nervensystem dämpfend wirkenden
Arzneimitteln (Schlaf-, Beruhigungs- oder Schmerzmittel, andere Psychopharmaka, bestimmte Mittel
gegen Allergien) kann es zu einer wechselseitigen Verstärkung der Wirkungen und Nebenwirkungen
(besonders von Schläfrigkeit und Blutdrucksenkung) kommen. Insbesondere wird die Wirkung von
Barbituraten oder Opiaten auf das Atemzentrum bei gleichzeitiger Anwendung von Pipamperon verstärkt.

Die gleichzeitige Anwendung mit Arzneimitteln, die die Krampfschwelle des Gehirns herabsetzen, sollte
vermieden werden.
Die Kombination mit bestimmten Arzneimitteln zur Behandlung der Parkinson-Krankheit
(Dopamin-Agonisten, z. B. Levodopa, Bromocriptin, Lisurid) vermindert deren Wirkung.

Bei gleichzeitiger Anwendung von Arzneimitteln gegen Bluthochdruck (Antihypertonika) ist zu beachten,
dass deren blutdrucksenkende Wirkung verstärkt werden kann.

Die gleichzeitige Anwendung von Arzneimitteln, die
- ebenfalls das sogenannte QT-Intervall im EKG verlängern (z. B. Mittel gegen Herzrhythmusstörungen
[Antiarrhythmika der Klasse IA oder III], einige Antibiotika wie
z. B. Erythromycin, Malaria-Mittel, einige Mittel gegen Allergien, Mittel zur Behandlung von
Depressionen), oder
- zu einer Erniedrigung des Kaliumspiegels im Blut führen können (z. B. bestimmte harntreibende Mittel),
ist zu vermeiden.


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