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CLEXANE 40 mg/0.4ml

Gebrauchsinformation

                                                                 Patienteninformation des Arzneimittel-Kompendium der Schweiz®




Clexane® Injektionslösung
                                                                                                             SANOFI-AVENTIS

AMZV
Was ist Clexane und wann wird es angewendet?
Nach operativen Eingriffen oder bei Bettlägerigkeit besteht die Gefahr der Bildung von Blutgerinnseln (Thrombosen) insbesondere
der Beine. Diese Blutgerinnsel können über den Kreislauf in die Lungen gelangen, wo sie Blutgefässe verschliessen (Lungenem‐
bolien). Dies äussert sich unter anderem in Brustschmerzen und Atemnot. Eine Lungenembolie ist lebensbedrohend. Clexane
wird auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin zur Vorbeugung gegen die Entstehung von Thrombosen angewendet. Enoxa‐
parin, der Wirkstoff von Clexane, ist ein niedermolekulares Heparin, welches den Vorgang der Blutgerinnung bremst und so der
Bildung von Blutgerinnseln entgegenwirkt. Das Arzneimittel wird mittels Spritze und Nadel unter die Haut verabreicht.
Was sollte dazu beachtet werden?
Während des Spitalaufenthaltes haben Sie regelmässig Injektionen zur Vorbeugung gegen Thrombosen verabreicht erhalten. Die
Fortsetzung dieser medikamentösen Behandlung ist auch nach Entlassung aus dem Spital noch während einer gewissen Zeitdauer
notwendig.
Wann darf Clexane nicht angewendet werden?
Clexane darf nicht angewendet werden bei einer bekannten oder vermuteten Überempfindlichkeit (Allergie) gegen Enoxaparin,
bei Blutabnormalitäten sowie bei gewissen Krankheitszuständen, deren Abwesenheit der Arzt vor der ersten Verabreichung von
Clexane geprüft hat, wie gewissen entzündlichen Herzkrankheiten und akutem Magen-Darm-Geschwür.
Wann ist bei der Einnahme/Anwendung von Clexane Vorsicht geboten?
Vorsicht ist geboten bei gewissen Lebererkrankungen und gewissen Netzhauterkrankungen.
Halten Sie sich strikte an die Anweisungen Ihres Arztes. Falsche Dosierung oder gleichzeitige Einnahme von anderen Medika‐
menten könnte in seltenen Fällen ungünstige Auswirkungen auf die Blutgerinnung haben.
Informieren Sie deshalb Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, wenn Sie andere Arzneimittel anwenden. Bei Anwendung von Clexane in
Kombination mit gewissen anderen Arzneimitteln (Schmerzmittel, Entzündungshemmer und Arzneimitteln gegen die Blutgerin‐
nung) ist Vorsicht geboten. Falls die Kombination von Clexane mit einem dieser Arzneimittel erforderlich ist, wird Sie Ihr Arzt bzw.
Ihre Ärztin sorgfältig überwachen.
Informieren Sie Ihren Arzt oder Ihren Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie an anderen Krankheiten leiden,
Allergien haben oder andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen oder äusserlich anwenden!
Darf Clexane während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen/angewendet werden?
Aufgrund der bisherigen Erfahrungen ist bei bestimmungsgemässer Anwendung kein Risiko für das Kind bekannt. Systematische
wissenschaftliche Untersuchungen wurden aber nie durchgeführt. Vorsichtshalber sollten Sie während der Schwangerschaft und
Stillzeit möglichst auf Arzneimittel verzichten oder den Arzt oder den Apotheker bzw. die Ärztin oder die Apothekerin um Rat fragen.
Wie verwenden Sie Clexane?
Clexane muss strikte gemäss den Anweisungen des Arztes angewendet werden. Ihr Arzt setzt die Dosierung und die Behand‐
lungsdauer fest. Nur bei genauer Einhaltung dieser Vorschriften kann der grösstmögliche Nutzen von Clexane erreicht werden.
Brechen Sie die Therapie nicht vorzeitig ab, selbst wenn Sie sich besser fühlen, denn oft klingen die Krankheitszeichen vor der
vollständigen Heilung ab. Eine ungenügende Anwendungsdauer oder ein zu frühes Beenden der Behandlung kann das Risiko der
Bildung einer Thrombose erhöhen.
Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark,
so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. Ärztin oder Apothekerin.
In der Regel wird Clexane als einmal tägliche Injektion von 40 mg Enoxaparin subkutan (unter die Haut) verabreicht. Die Injektion
sollte stets zur gleichen Tageszeit erfolgen. Die Behandlung wird nach Spitalentlassung über eine Zeitdauer von ca. 3 Wochen
fortgesetzt.
Über die Verabreichung der Injektion werden Sie vom Spitalpersonal genauestens instruiert.
Zur Vermeidung versehentlicher Nadelstiche nach der Injektion sind die Fertigspritzen mit einem automatischen Sicherheitssystem
ausgestattet.
Als Injektionsort eignet sich die Haut der vorderen seitlichen Bauchwand sowie die Haut an der Aussenseite des Oberschenkels.
Zur besseren Verträglichkeit der Injektionen wird empfohlen, von einer Injektion zur nächsten abwechselnd die rechte und die linke
Seite zu verwenden.
Desinfizieren Sie die Einstichstelle mittels eines Tupfers, der mit einem Desinfektionsmittel getränkt ist.
Nehmen Sie die Spritze aus der Verpackung und ziehen Sie die Verschlusskappe ab. Vermeiden Sie jeglichen Kontakt mit der
Nadel, damit diese steril bleibt. Falls sich an der Nadelspitze ein Tropfen gebildet hat, darf dieser nicht abgestreift werden. Schütteln
Sie ihn ab, indem Sie mit nach unten gerichteter Nadel leicht gegen die Spritze klopfen. Lassen Sie die Luftblase in der Spritze.
Es kommt vor, dass sich die Luftblase nicht am Spritzenkolben befindet. In diesem Fall klopfen Sie mit nach unten gerichteter
Nadel leicht gegen die Spritze, damit die Blase bis zum Spritzenkolben aufsteigt.
Wird (auf Anweisung des Arztes) nur eine Teilmenge verabreicht, bestimmen Sie mit Hilfe der Masseinteilung die erforderliche
Menge und lassen Sie mit nach unten gerichteter Nadel vorsichtig die überschüssige Flüssigkeit ab.
Bilden Sie an der desinfizierten Körperstelle mit dem Daumen und Zeigefinger eine Hautfalte. Halten Sie mit einer Hand die
Hautfalte gut fest. Mit der anderen Hand stechen Sie die Spritzenadel senkrecht in die Haut und führen Sie sie in der ganzen Länge
ein. Die Nadellänge ist so berechnet, dass die Injektionsflüssigkeit genau in die gewünschte subkutane Hautregion verabreicht
wird. Drücken Sie langsam auf den Spritzenkolben und injizieren Sie die gesamte Flüssigkeitsmenge.




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